Wie Sie nichts und niemand zu Boden wirft

Warum werden die Menschen immer komplizierter?

Ob eine Situation als kompliziert oder schwierig angesehen wird, liegt immer im Auge des Betrachters. Wissenschaftlich ausgedrückt sprechen wir dabei von einer emotional konstruktivistischen Sichtweise.
Je nach Herkunft, Erziehung, Milieu, Lebensbedingungen, Alter, Geschlecht und erlernter Copingstrategien beurteilen wir eine Lehrsituation aus unserer subjektiven Wahrnehmung heraus. Entsprechend spielt die Selbstreflexion eine zentrale Rolle.

Seminaraufbau

Am Anfang steht die Auseinandersetzung mit den eigenen Hot Spots und negativen Triggern.
Danach schauen wir uns gemeinsam die verschiedenen Definitionsmöglichkeiten von schwierigen Lernsituationen an, um anschließend zu erläutern, wie durch eine entsprechende didaktische Prävention potenzielle Konfliktursachen reduziert werden können.
Im letzten Teil befassen wir uns mit Strategien und Interventionsmöglichkeiten im "Umgang mit Störungen, Konflikten und Lernwiderstand". 


Was soll das? 

Eine Analyse um was es eigentlich geht

Störungen und Lernwiderstände, die uns im Unterrichtsverlauf begegnen, werden gerne und vorschnell auf fehlenden Willen oder unzureichende Motivation der Lernenden zurückgeführt.
Dieses Seminar soll dazu einladen, zukünftig stärker darauf zu achten, welche Barrieren Ergebnis einer nicht gelungenen Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden sein können.

Erzeugungs-Didaktik versus Ermöglichungs-Didaktik

Wir Lehrenden sollten zum selbstverantwortliches Lernen anregen und alte negative Lerntkulturen aufbrechen.
Wir sollen uns also nicht nur als Wissensvermittlerinnen und Wissensvermittler, sondern als Beratende, Moderierende und Lerncoachs begreifen.

Interesse an weiteren Details?
  • Selbstreflexion, Milieu-Reflexion, moralische Wertesysteme, Eigen- und Fremdempathie, Etymologie Harmonia, systemische Verantwortung versus lineare Verantwortungsillusion.
  • Grundgedanken der Andragogik und Pädagogik, konstruktivistische Anthropologie, Erzeugungs-Didaktik versus Ermöglichungs-Didaktik, Vermittlung zwischen subjektivem und objektivem Wissen, Subjektorientierung.
  • Ursache und Wirkung in der nonverbale Kommunikation, Status-Spiele der eigenen Körpersprache kennen und gezielt einsetzen, interkulturelle Stolpersteine in der nonverbalen Kommunikation kennen und beachten.
  • Neocortex versus limbisches System, Modell Behagen und Unbehagen, systemisches Aggressionsmanagement, konstruktive und destruktive Aggressionen in Relation zu anticipations und fundamental needs.
  • Veränderungen innerhalb der Pubertät auf wissenschaftlicher Basis
  • Vorstellung diverser Techniken und Methoden für den Umgang mit schwierigen Schülern und/oder Lehrsituationen
  • Transfer Theorie / Praxis
  • Praxisreflexion schwieriger Situationen